Wie meistens und besonders in diesem Triathlon Sommer, war der Auftakt des Wörthsee-Triathlons nass, bei der 31. Ausgabe gestern blieb er es allerdings auch - etwa 700 Teilnehmer ließen sich jedoch auch vom Regen und Neoprenverbot (Wasser 24 °C) nicht abhalten. Über die olympische Distanz (1,5 km Swim, 40 km Bike und 10 km Run) siegte bei den Frauen die Münchner Vorjahressiegerin Katrin Esefeld. Bei den Männern gewann Lukasz Wojt, ein ehemaliger Olympiaschwimmer, der zuletzt auch den Karlsfelder Triathlon für sich entscheiden konnte.

Jede Menge MRRCler machten sich auch auf den Weg zu dem Klassiker....

Bericht von Jochen Block..

 

Triathlon Sonntag im Jahr 2016 = Regenwetter von Start bis Ziel.

Auch diesmal konnte man sich am Wörthsee auf diese Formel wieder verlassen, nach einer Woche Sonnenschein setzte pünktlich zum Start der Regen ein. Trotz dieser unwirtlichen Bedingungen gab es das von allen erwartete Neopren-Verbot (Wassertemperatur: 24 Grad).

Der Wörthsee Triathlon hat sich seit einigen Jahren als feste Größe in Oberbayern entwickelt, dementsprechend erlesen war diesmal wieder das Teilnehmerfeld sowohl in der Spitze als auch in der Breite.

So sind die Gewinner Kathrin Esefeld und Lukas Wojt keine Unbekannten. Erstaunlicherweise wurde die mehrfache Siegerin Kathrin Esefeld aufgrund ihrer Nachmeldung in die letzte Startgruppe verbannt, so dass sie sich zunächst im Wasser und dann auf dem Rad durch mehrere Pulks von Kurz- und Volkstriathleten durchwühlen musste. Bei der nassen und von Kanaldeckeln gespickten Radstrecke, kein leichtes Unterfangen.

Sie siegt trotzdem in 2:17:07 Std. mit über 10 min Vorsprung und kam noch vor allen Frauen, inkl. denen, die 8 min früher gestartet waren, ins Ziel. Lukas Woit, ein ehemaliger Olympiateilnehmer 2008 im Schwimmen für Polen ließ bereits nach dem Schwimmen und im Radfahren keinen Zweifel aufkommen, wer hier heute das Ding gewinnt (Siegerzeit: 1:55:28, neuer Streckenrekord).

Aber auch  bei den Männern kamen 3 der Top 5 Teilnehmer aus der 2.Startgruppe, eine Abfrage bzgl. erwarteter Endzeit in der Anmeldung wäre aufgrund Chancengleichheit also beim nächsten Mal dringend geboten!

Trotzdem muss man dem Veranstalter ein Kompliment machen: Eine schöne Schwimmstrecke bei der jetzt auch der Ausstieg von weitem per Leuchtpfeil erkennbar ist (bei dem hohen Wellengang gestern ein klarer Vorteil), eine abwechslungsreiche, nicht zu leichte und auch nicht zu schwere Radstrecke mit 2 Runden, und seit letztem Jahr eine tolle Laufstrecke größtenteils auf Schotter mit ca. 150 Höhenmetern, die fast zu 70 Prozent durch den anliegenden Wald verläuft.

Auch ein schönes Funktionsshirt und eine Badekappe mit Aufdruck sind im Startpack enthalten (Die meisten Triathlon Veranstalter haben das leider eingestellt.

Die Streckenabsicherung durch die zahlreichen Helfer, das überdachte Kuchenbüffet, den Infoterminals mit den Ergebnissen (die am Anfang ein bisschen bockig waren) und einer pünktlichen Siegerehrung mit dem Motivator Peter Maisenbacher; es hat an nichts gefehlt.

Bei gutem Wetter hätte man die schöne Erfrischung im Wörthsee danach genießen können, doch leider regnete es immer noch recht stark.

Einziges Manko: Die Anzahl der mobilen Toiletten sollte unbedingt aufgestockt werden, es bildeten sich extrem lange Schlangen kurz vor dem Start, da auch beim Augustiner wegen Umbau einige Toiletten nicht mehr existieren.

 

Mein Wettkampf:

Aufgrund einer Erkältung am letzten Wochenende war ich gezwungen zu tapern und konnte so mit gut ausgeruhten Beinen an den Start gehen.

Meine Strategie für den Wettkampf ging gut auf: Beim Schwimmen die starken Wellen gut mitnehmen und den Wasserschatten zur vorderen Gruppe suchen (als schlechter Schwimmer konnte ich so den Zeitverlust wegen des Neo-Verbotes in Grenzen halten), beim Rad auf der nassen Strecke nicht stürzen und die vielen Kanaldeckel möglichst umfahren (in Bad Tölz bin ich bei ähnlichen Bedingungen gleich ins erste Schlagloch gedonnert und der Wettkampf war mit Platten beendet) und somit nicht 100 % geben, aber trotzdem immer auf der Überholspur, beim Lauf das für mich optimale Wetter in Kombination mit den guten Beinen nutzen und so weitere Plätze gutmachen.

So traf ich manches bekannte Gesicht, das ich sonst hinter dem Zielkanal wieder getroffen habe, schon früher.

Mit einem lang gezogenen Endspurt konnte ich zufrieden auf dem 46.Platz (von 276) in einer Zeit von 02:22:01 Std. den gelungen Wettkampf abrunden und mich dann mit einem alkoholfreien Weißbier am Kuchenbüffet zu stärken.

Nächstes Jahr auf jeden Fall wieder, dann hoffentlich den Tag mit einem Badetag am Wörthsee ausklingen lassen!

 

Olympische Distanz

29. 174 BOTHE Julia 1968 MK2w 2:46:21 +29:14 36:49 (54.) 02:17 1:12:08 (14.) 01:23 53:45 (29.)

44. 185 BURKART Katrin 1983 AK3w 2:55:40 +38:33 34:06 (45.) 02:59 1:19:27 (43.) 01:38 57:32 (48.)

171 HETTEGGER Maria 1960 MK4w 3:04:03 +46:56 40:20 (62.) 03:09 1:25:59 (59.) 01:34 53:02 (28.)

 

47. 95 BLOCK Jochen 1968 MK2m 2:22:01 +26:33 29:22 (97.) 02:12 1:05:25 (49.) 01:27 43:37 (47.)

61. 107 BROTZELLER Kai 1977 AK4m 2:25:51 +30:23 26:57 (52.) 03:00 1:07:07 (70.) 01:23 47:26 (95.)

62. 57 KOCHANOWSKI Alfred (AUT) 1968 MK2m 2:26:05 +30:37 28:40 (81.) 01:48 1:08:49 (103.) 01:37 45:14 (65.)

72. 255 WITTWER Robert 1979 AK4m 2:28:16 +32:48 31:41 (148.) 01:58 1:06:06 (60.) 02:08 46:26 (76.)

82. 288 RIEHN Moritz 1996 AK1m 2:29:36 +34:08 27:58 (59.) 02:54 1:12:00 (170.) 01:47 45:00 (59.)

83. 31 HINKEL Ivo 1973 MK1m 2:29:49 +34:21 25:50 (34.) 02:42 1:12:06 (173.) 01:45 47:29 (97.)

104. 108 HUYS Thilo 1963 MK3m 2:33:40 +38:12 32:43 (168.) 03:06 1:07:47 (83.) 01:58 48:09 (112.)

125. 336 REICHENBACH Martin 1983 AK3m 2:34:42 +39:14 36:35 (240.) 04:21 1:06:24 (64.) 02:13 45:12 (61.)

136. 21 BRÖSCHKE Ronny 1978 AK4m 2:36:48 +41:20 34:25 (203.) 03:00 1:08:36 (95.) 01:30 49:19 (126.)

149. 138 REICH Dirk 1981 AK4m 2:38:35 +43:07 31:36 (143.) 03:14 1:08:48 (100.) 01:26 53:33 (181.)

155. 77 MARTIN Dietmar 1970 MK2m 2:39:28 +44:00 33:04 (180.) 03:10 1:11:51 (164.) 01:17 50:09 (140.)

170. 20 ENHUBER Peter 1965 MK3m 2:42:33 +47:05 32:53 (172.) 02:27 1:11:07 (154.) 01:49 54:19 (196.)

174. 253 SCALISE Sandro 1973 MK1m 2:42:55 +47:27 36:18 (232.) 04:06 1:13:04 (193.) 01:52 47:36 (102.)

203. 63 CORNELIUS Martin 1971 MK2m 2:48:04 +52:36 34:34 (204.) 02:47 1:12:00 (169.) 02:03 56:43 (225.)

 

Volksdistanz

21. 673 THIELEMANN Martin 1974 MK1m 1:19:43 +14:22 18:50 (69.) 01:52 31:51 (14.) 01:14 25:59 (24.)

79. 695 GEBELE Sammy 1980 AK3m 1:32:21 +27:00 17:35 (45.) 02:24 37:23 (83.) 03:08 31:53 (98.)

 

Maria, 2. Platz AK 55 oly Distanz

Dietmar, Maria, Klaus, Jochen und Julia