Neben den Bayerischen Meisterschaften am Tegernsee sowie dem Karlsfelder Triathlon lockte am Sonntag noch ein weiterer Wettkampf: der Königsbrunner Triathlon am Ilsesee bei Augsburg.

Warum Tria in Königsbrunn, wenn doch am gleichen Tag mit Tegernsee und Karlsfeld, 2 Klassiker stattfinden ?

Begründung: Beim Tegernsee war heuer leider das Windschattenverbot aufgehoben und das Radfahren damit entwertet. Zusätzlich hätte man den Aerolenker am Rennrad gemäß DTU Regeln umbauen müssen, was auch nicht unbedingt jedermanns Sache ist.

Karlsfeld glänzt zwar mit perfekter Organisation und man hat nur eine kurze Anreise, jedoch ist die Radstrecke auf der abgesperrten B471 derart langweilig, dass die 2 fache Brückenüberquerung bereits den Höhepunkt darstellt. Auch die Laufstrecke entlang einer Schnellstrasse durch ein Wohngebiet ist nicht attraktiver.

So kam die Idee, mal was Neues ausprobieren und nach Königsbrunn zum Ilsesee zu fahren, wo geschwommen wird. Diesmal ohne Neo, da 22,8 Grad, was allerdings zu erwarten war. Doch wo gibt es eigentlich die Startunterlagen ? Mehrfaches Nachfragen ergibt, dass diese im 2km entfernten Sportstadium zu holen sind, wo die Vorbereitungen (2.Wechselzone+ Zielbereich) bereits auf Hochtouren laufen. Also erstmal mit dem Rad dorthin, Laufbeutel und Wärmeklamotten (d.h. Sonnencreme, Badesachen, „Antibrumm“ ) in einen Rucksack gepackt.

Man bekam noch ein schönes Finisher-Shirt, anschliessend mit dem Rad zurück zum See und Rad einchecken in der herrlich auf einer Wiese gelegenen Wechselzone.

Bei ca. 30 Grad fällt um 9:45 der Startschuss beim Landstart für die Olympische Distanz, Frauen und Männer starten gemeinsam. Es sind 2 Runden von 750 m unterbrochen von einem kurzen Landgang, der den Puls ordentlich beschleunigt. Danach, es waren wohl etwas mehr als 1500 m gings auf die Radstrecke, offiziel mit 44 km, aber wie jede Disziplin an dem Tage etwas länger (45,x) ausgefallen.

Zunächst relativ flach , dann 3 kleine Berge (einer mit 10 %) und zum Schluss wieder flach. Im Sportstadion, in der Wechselzone 2 angekommen, krachte die Sonne bei ca. 33 Grad im Schatten herunter (aber wo war der Schatten) ? Die Strecke ging auf langen, sonnenüberfluteten  Geraden über freie Felder bis sich am Schluss der Runde (die 2 mal zu durchlaufen war) doch ein Schattenbereich in einem kleinen Wald auftat, der aber nicht so richtig Schatten spendete.

Die Laufstrecke war mit angeblich 10,8 km vermessen (eher gefühlte 11,?) und wollte bei der Hitze einfach nicht enden. Ich glaube, es war in meinen 14 Jahren Triathlon der heisseste Wettkampf und jeder, der sich da durchgebissen und nicht aufgegeben hat, war letztendlich ein Sieger und konnte sich auf dem Sportplatz nach Handschlag vom Veranstalter (nach guter German Altenried Sitte) unter einer Sprenkelanlage erst mal erfrischen.

Lobenswert auch das Obst und Kuchenbüffet (die Helfer waren wirklich fix und dass bei der Hitze).

Fazit: ein schöner, lohnenswerter Wettkampf, sehr gut organisiert bis auf die Webpage (die Startinfos aus der Tüte hätten dort sicher noch einen Platz gefunden) und hoffentlich  auch mal bei 10 Grad weniger und dafür mit Neo.

MRRC-Ergebnisse:

Kurz-Tria 

45 120 Block Jochen MRRC München TM 40 00:29:02 01:16:50 00:49:09 02:35:01
76 192 Kochanowski Alfred MRRC München TM 40 00:30:26 01:20:52 00:51:27 02:42:45
96 256 Jeschke Barnim MRRC München TM 45 00:30:10 01:23:41 00:54:41 02:48:32
120 91 Tönnies Andreas MRRC München TM 35 00:37:01 01:20:27 00:56:32 02:54:00
192 32 Bothe Julia Tina MRRC München TW 40 00:35:34 01:26:46 01:07:51 03:10:11
193 260 Stöger Alois MRRC München TM 65 00:41:52 01:29:50 00:58:43 03:10:25