Kitzbühel World Championchip und Jedermann Rennen

In Kitzbühel trifft sich nicht nur die Promiwelt zum Golf, sondern auch die Triathlon Weltelite hat den beschaulichen Ort für sich entdeckt...

Bericht von Jochen und Julia

 

 

Teil 1 - Jedermann Rennen.
Nur Zuschauen wäre uns dann doch zu langweilig geworden, so haben wir uns für den Jedermann Tria auf der Olympischen Distanz gemeldet.

Nicht nur die Webseite war etwas chaotisch, sondern auch die Parkplatzsuche, Startnummernausgabe und Rad check-in. Infos gab es nur sehr spärlich. Doch man wurde für alles entschädigt, ob der Geschenke in der Tüte, Pastaparty und der Location.

Die Wechselzone überraschte auch mit bereitgestellter Plastikwanne für den diversen Krempel, den man als Triathlet ja immer so mitschleppt. Rad check-in war bereits Freitag abend und da es stark regnete, konnte man die Plastikwanne gut nutzen, in dem man sie umdrehte und die Sachen über Nacht so schützen konnte. Für die Räder wurden Plastiktüten ausgegeben.

Am nächsten Morgen, dem Wettkampftag war es saukalt und die Strassen noch nass.  Der Schwimmstart um 8 Uhr alleine war schon eine Sensation, denn man startete vom ausgelegten blauen Teppich mit Hechstprung, wenn man sich traute in den wunderschönen "Schwarzsee". Schwimmbrillenverlust ist nämlich hier das grosse Risiko. Bei einem Testsprung der Autorin ist diese nämlich gleich um die Ohren geflogen.

Die erste Startgruppe umfasste ca. 120 männliche Teilnehmer und alle Frauen. Nach einer Runde schwimmen in dem 19.5 Grad kalten Wasser (Neo war erlaubt) ging es auf einer Brücke, ebenfalls mit Teppich ausgelegt, sehr angenehm durch die spätere Wechselzone der Weltelite vorbei an den Tribünen in die Radzone von den Jedermännern. Was muss das für ein Gefühl sein, wenn hier hunderte von Zuschauern stehen und hier anfeuern. Selbst mit den noch nicht ganz so vielen Zuschauern am Morgen, gab es einen richtigen Kick.

Die Radstrecke umfasste zwei Runden a 17km, wobei ein extremer Anstieg auf den Astberg von durchschnittlich 12 % verteilt auf 1km zu bewältigen war. Die Strapaze liess sich aber gut aushalten, wegen des grandiosen Bergpanoramas mit Blick auf den Wilden Kaiser.

An der Laufstrecke haben sich mittlerweile schon sehr viele Zuschauer eingefunden, wohl auch in freudiger Erwartung auf den folgenden Männer Elite Weltcup.
Es galt zwei Runden zu laufen, auch hier mit jeweils zwei kräftigen Anstiegen.

Der Zieleinlauf auf dem nochmals zu hervorhebenden schönen, blauen Teppich und Zuschauertribünen war einzigartig.
Der Autor dieses Artikels durfte sich mit Jörg Jaschke und Nico Rosberg (ja, dem Formel 1 Fahrer!) messen. Die Autorin machte den 2. Platz in der AK, wobei anzumerken ist, dass nur 19 Frauen den Wettkampf beendeten.
Siegerehrung wurde zügig abgehalten, Ergebnislisten sofort ausgehangen. Die Zeit reichte noch für einen Sprung in den See, Kaffee & Kuchen und dann gings los.....

Teil 2- Weltcup

Am besten hat uns gefallen, das wir die Creme de la Creme der Welt so hautnah erleben durften. Die 65 besten Männer und 67 besten Frauen auf der olympischen Distanz haben sich hier auf 2 Wettkampftage versammelt und wir konnten nur staunen, über die Geschwindigkeit in allen vier Disziplinen (Wechsel inbegriffen).
Um den Wettkampfkurs möglichst zuschauerfreundlich und publikumsnah zu gestalten, war die Strecke komplett anders als bei den "Jedermännern".

Die Elite musste zwei Runden schwimmen mit Landgang und darauffolgenden Hechtsprung in den See. Hier verliert natürlich niemand die Schwimmbrille.
Der See hatte nun eine Temparatur von 20 Grad und es galt Neoverbot, was aber auch wieder sehr zuschauerfreundlich war, denn man konnte die Namen auf den Trikots lesen und wusste, wer vorne liegt.

Besonders beeindruckend sind die Wechsel der Elite, denn was bei uns ca. 2 Minuten dauert, wird hier in 20 Sekunden bewerkstelligt. Alles ist in einem Fluss, keine Sekunde wird hier vergeudet.

Das Radrennen ging über 6 Runden durch die Altstadt von Kitzbühel und konnte auf einer Leinwand von der Tribüne aus verfolgt werden. Die Athleten fuhren nämlich immer wieder durch die Wechselzone.
Es mussten anschliessend 4 Runden gelaufen werden, die wir an der Strecke verfolgten und die Atheten dabei enthusiastisch anfeuerten.

Das Damenrennen fand am Sonntag statt. Dies stellte für uns einen persönlichen Höhepunkt dar, denn bei unserem Aufenthalt in Neuseeland lernten wir ja das Nationalteam kennen u.a. auch eine Teilnehmerin hier in Kitzbühel, die uns vor dem Start sofort wieder erkannte."Unsere" Debbie Tanner wurde 7. bei den Damen, bestimmt auch weil wir sie wie verrückt anfeuerten. Danach sagte sie uns, dass sie uns gehört und sich sehr darüber gefreut hatte.

Ergebnisse unter:

http://kitzbuehel.mikatiming.de/2010//