In Riva del Garda fand ein Bike Festival mit MTB Marathon vom 29.04 bis zum 01.05.2011 statt. Drei MRRC´ler trauten sich dahin....

Ein Bericht von Anne Szörenyi

Für Sebastian Sternecker war es nicht der erste MTB Marathon, deswegen wählte er die Ronda Picola ("kleine Runde") über  53,2 km und 1660 Höhenmeter. Noémi und ich, als "flachland Tiroler" wählten die Ronda Facile ("einfache Runde") über 27,6 km und 596 Höhenmeter.

Aber alles der Reihe nach... Freitag Mittag haben wir unsere Startunterlagen abgeholt und sind durch die Bike Messe geschlendert.  Und die war riesig! In unserer Startunterlagen waren Gutscheine für viele Sponsoren Geschenke, die wir (fast alle) eingesammelt haben. Fachleute standen für Fragen zur Verfügung und natürlich konnte alles, was sich ums Radfahren dreht, gekauft werden.

Die üblich Pasta Party fand auch statt. Moment... habe ich gesagt "übliche"? Nein... nicht ganz: in Italien gibt es auf Pasta  Parties Nudeln, die NICHT verkocht sind, ja wohl! Eine Flasche Wasser und ein Glas Rotwein waren auch inklusiv! Klasse!

Am Samstag ging es dann los, in verschieden Startblöcken wurden die Teilnehmer der Ronda Extrema, Ronda Grande, Ronda Picola und Ronda Facile mit "Highway to Hell" (was sonst?) losgeschickt. Noémi und ich waren nicht sonderlich aufgeregt, es stand in der Beschreibung ("bei der Ronda Facile kann wirklich jeder mitfahren, kein Trainingscamp nötig", etc...). Nach 5 km locker Rollen ging es aber bei Varignano plötzlich bergauf.... 1,5 km pausenlos, mit maximaler Steigung von sage und schreibe 27%! Schluck... Erst haben wir viele bergauf überholt, aber irgendwann mussten auch wir schieben. Dann ging es bergab durch Olivenhaine, eine wunderschöne Strecke, super abgesperrt, mit Anfeuerung an jeder Ecke. Es hat Spaß gemacht!

Schwierig wurde es in der Trails von Laghel, nicht nur weil es mit 26% bergab ging und auch nicht, weil die Strecke viel Geröll hatte: unglücklicherweise haben uns die Schnellen von der Ronda Extrema genau da eingeholt. Mit einem lauten "LIIIIINKS"   sind sie links von uns runter gebrettert! Runterfahren konnte man das nicht nennen, die sind eher geschlittert mit       unglaublichem Fahrkönnen! Beeindruckend! An einer bestimmten Stelle sind aber die Biker reihenweise vor unser Augen gestürzt, ei ei ei! Und geschimpft haben sie! Schiebenderweise sind wir von den Trails geflüchtet und weiter ging es weiter durch ein Dorf und ein schönes Weingebiet. Als es die letzten 5 KM auf einer Autostrasse bis zum Ziel ging, haben Noémi und ich den Zug aufgemacht (auf flache Asphaltstrassen fahren, das können wir Triathleten am Besten ;-) und mit einem 32er Schnitt haben wir alle abgehängt. War klasse!

Am Abend gab es auf der Bike Messe eine Trial Show, eine Sportmodeschau und Gewinnspiele. Für Unterhaltung war gesorgt!                             Am Sonntag habe ich mein MTB zum Shimano Stand geschoben, weil die Bremse fürchterlich gequietscht hat und die Jungs haben mir meine Bremse kostenlos gewartet und komplett erneuert!

Fazit: eine absolut empfehlenswerte Veranstaltung! Sowohl Messe, Rahmenprogramme und Wettkampf sind top organisiert und auch für Hobby Biker interessant! Nächstes Jahr wieder! Aber bis dahin trainieren wir das Bergab fahren in den Bergen, die Isar Trails reichen nicht!

Ankunft chillen auf der Messe

Liebe Grüße, Anne Szörenyi