Kalterer See Triathlon (7.5.2011– Olympische Distanz)

Die Triathlonsaison ist eröffnet !

 

Ein paar wackere MRRCL’er machten sich über den Brenner ins schöne Südtirol um am ersten Triathlon der Saison teilzunehmen.

Der Kalterer See ist mit 19 Grad Wassertemparatur überhaupt nicht kalt, sondern mit Neo wunderbar schwimmbar.

Obwohl der Wettkampf heuer schon zum 23. Mal stattfand, sind doch noch einige Punkte verbesserbar um nicht zu sagen die Organisation war chaotisch.

-      Wettkampfbeschreibung und Bedingungen nur unzureichend ausgeschrieben, z.B. gibt es einen Leihchip oder nicht,

bzw. kann der eigene benutzt werden und wenn ja, welcher? Wann startet wer mit welcher Startnummer (Itlalienisch Kenntnisse wären hier von Vorteil gewesen, weil die meisten Italiener weder Deutsch noch Englisch sprechen.)

-      Startunterlagen und Chipabholung fand in zwei verschiedenen Schlangen statt, d.h. je eine 1/4-1/2 Stunde anstehen

-      Radstrecke war nicht komplett gesperrt und sehr gefährlich für die Radfahrer (in Deutschland hätte die Strecke in keinem Bundesland eine Genehmigung erteilt bekommen), ausserdem sind einige Anrainerwege zwar geteert, aber in einem miserablen Zustand, so dass die Felgen ordentlich Schläge abbekommen haben.

-     Für eine olympische Distanz ohne Staffel oder Sprintwettbewerb waren 600 Teilnehmer definitiv zu viel. 300 Teilnehmen hätten gereicht.

Windschattenfahren war freigegeben und der Aerolenker musste vorher abmontiert werden.

Gestartet wurde in mehreren Wellen (erste Welle: 14:00, wieviel Pause zur 2.Welle: Überraschung) . Es wurde im Zickzackkurs mit Landgang geschwommen.

Der Weg zur Wechselzone war recht weit, doch von vielen Zuschauern gesäht. Die Zone selbst war etwas chaotisch, denn manche Räder hingen an Stangen und manche standen in etwas zu grossen Radständern. So manchem wurde die Carbonfelge dadurch zerkratzt.

Die Radstrecke fing mit einem grossen, langen Anstieg an, gefolgt von einer rasanten Abfahrt, der Rest eher flach (hier war es wichtig, eine Gruppe zu finden, um den das Etschtal heraufblasenden Wind nicht permanent zu spüren), insgesamt 3 Runden a 13,5 km.

Die sonnen ausgesetzte Laufstrecke (3 Runden a 3,33 km) mit einem 200 m langem Anstieg mit bis zu 15 % steil pro Runde bei Nachmittagshitze/30 Grad war ein Killer. Die wenigsten sind hochgelaufen, sondern gegangen…

Ein Obstbuffet und eine Pastaparty nach dem Rennen haben dann wenigstens für die ersten Strapazen der Saison entschädigt.

Wenn man sich die Ergebnislisten anschaut, stellt man schnell fest, dass der Triatrhlon in der Elite und auch bei den Altersklassen sehr stark besetzt war, was vermutlich an der geringen Anzahl an Triathlon’s in Italien begründet ist.

Von den MRRC Mitgliedern konnten leider nur zwei finishen (Philipp Mock mit einem hervoragenden 28. Platz gesamt und Jochen Block 140.Platz gesamt), denn zwei mussten aufgrund zweimaligen Platten (Marcus) / Magenschmerzen (Julia) aufgeben.

Fazit: Auch wenn die Gegend rund um den Kalterer See ein lohnenswertes Ausflugsziel für ein verlängertes Wochenende für einen Triathleten ist, muss man den Triathlon nicht unbedingt mitgemacht haben.

Ergebnisse unter :

http://www.kronoservice.com/it/kstiming/schedaclassifica.php?idgara=760